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Die Französischen Umweltzonen ZFE/ZCR und ZPA/ZPAd

Die interaktive und zoombarer Form dieser Umweltzonenkarte finden Sie in unserer kostenlosen Green-Zones-App

In Frankreich werden seit dem Jahr 2016 immer mehr verschiedene Arten von Umweltzonen eingerichtet. Diese LEZ Umweltzonen (LEZ = Low Emission Zone) können grob unterschieden werden in ständig geltende Zonen und in nur zeitweise geltende Zonen. Dies bedeutet also entweder eine dauerhafte Einschränkung des Verkehrs oder eine nur temporär geltende Einschränkung.

Zonen in denen sich dauerhafte Einschränkungen für den Verkehr ergeben, wurden bis 2019 in der Regel ZCR Zonen genannt (Zones à Circulation Restreinte). In diesen Zonen werden zudem die Regeln über die kommenden Jahre meist auch verschärft, so dass der Verkehr immer mehr begrenzt wird.
Ab dem Jahre 2020 werden mehr und mehr ZCR Zonen in ZFE Zonen (Zone à Faibles Émissions) umbenannt, was dem englischen Begriff einer LEZ Low Emission Zone entspricht, die dann in diesem Zusammenhang auch ihre Flächen erweitern und damit den Verkehr weiter beschränken kann.

Zonen in denen Einschränkungen nur zeitweise (temporär) gelten werden seit 2017 in der Regel ZPA Zonen genannt (Zones de Protection de l’Air), also „Luftschutzzonen“. In diesen Zonen werden bei bestimmten Wetterlagen - wenn Schadstoffe vorgegebene Grenzwerte überschreiten - Verkehrsbeschränkungen bei einer sogenannten „Luftverschmutzungsspitze“ in Kraft gesetzt. Die Regeln einer ZPA Zone werden über die kommenden Jahre in der Regel ebenso verschärft, so dass auch hier der Verkehr immer mehr begrenzt wird.
Wenn wetterabhängige ZPA Zonen nicht nur in Städten und Metropolregionen eingerichtet sind sondern auf der Fläche eines ganzen französischen Departements, dann wird eine ZPA Zone als ZPAd Zone bezeichnet, wobei das „d“ für Departement steht. 

Die ZFE/ZCR-Umweltzonen

Die ZFE-Zonen (Zone à Faibles Émissions), die von 2016 bis Ende 2019 noch ZCR-Zonen genannt wurden, sind fest eingerichtete Zonen. die durch Verkehrsschilder erkennbar sind.
Die Einrichtung einer ZFE/ZCR in Frankreich obliegt der jeweiligen Stadt oder Kommune und ist in der nationalen Verordnung Décret ZCR 2016-847 vom 28.06.2016 geregelt. Nach einem 6-monatigen gesetzlichen Anhörungsverfahrens, welches auch ein Mitspracherecht von betroffenen Personen vorsieht, kann die Zone in Kraft treten.
Um die durch Städte oder Kommunen in Frankreich festgelegten ZFE/ZCR-Umweltzonen befahren zu können, bedarf es dann einer Crit’Air Vignette, die in 6 Kategorien zugeteilt wird.

Die jeweilige Stadt oder Kommune legt fest, welche Crit’Air Klassen wann einfahren dürfen. Auf einem Zusatzschild werden unter dem eigentlichen ZFE/ZCR-Schild Tage und Uhrzeiten angezeigt, zu denen man mit einer bestimmten Crit’Air Vignette einfahren darf.

Auf längere Zeit gesehen werden immer mehr Vignettenkategorien von der Einfahrt in die Umweltzonen ausgeschlossen, sodass in einigen Jahren nur noch die Kategorien E und 1 einfahren können.
In einer ZFE/ZCR-Zone werden Vignettenfarben dauerhaft ausgeschlossen und hängen nicht von der jeweiligen Wetterlage ab. Allerdings kann es vorkommen, dass sich eine ZFE/ZCR- und eine ZPA-Zone überschneiden. Wenn dann innerhalb der ZPA-Zone Fahrverbote aufgrund des Wetters ausgerufen werden, gelten diese auch für die ZFE/ZCR-Zone. Dann übertragen sich die Regeln der ZPA auch auf die ZFE/ZCR-Zone.
Sollte die ZFE/ZCR-Zone jedoch nicht innerhalb einer ZPA-Zone liegen, kann dieser Fall nicht eintreten und die Regeln sind unveränderlich.

Die ZPA-Luftschutzzonen

ZPA-Zonen („zones de protection de l’air – ZPA“) gelten nicht dauerhaft, sondern sind nur bei schlechter Wetterlage und bei hoher Luftverschmutzung aktiv. Sie können die Gebiete ganzer Großgemeinden betreffen (im französischen „Metropolen“ genannt) oder sich auf einen spezifisch abgesteckten, geographischen Bereich beziehen. Die Umrisse für jede Luftschutz-Zone sind deswegen vorab genau definiert.
Da ZPA-Zonen nur im Falle einer Luftverschmutzungsspitze gültig sind, gelten die in einem Erlass festgelegten Verkehrseinschränkungen nur, wenn vorgegebene Grenzwerte für die Luftverschmutzung überschritten werden. Dann werden bestimmte Vignettenfarben vom Verkehr ausgeschlossen, um die Schadstoffemissionen zu verringern. Für jede Luftschutz-Zone wurde im Voraus Empfehlungen erarbeitet, welche Vignettenfarben im Falle einer starken Luftverschmutzung ausgeschlossen werden. Allerdings wird dies im konkreten Fall der Luftverschmutzung immer erst vom Präfekten des Departements entschieden.

Die meist großflächigen ZPA-Luftschutzzonen innerhalb eines Departements sind in aller Regel nicht ausgeschildert. In den 95 Departements Kontinental-Frankreichs ist es daher für ortsfremde Personen fast unmöglich, die genaue Ausdehnung einer ZPA-Umweltzone zu erkennen. Gemäß dem Artikel R411-19 des französischen Straßenverkehrs-Gesetzbuches fällt die Entscheidung, eine Luftschutzzone einzurichten und die dort geltenden lokalen Regeln festzulegen, dem Präfekten des jeweiligen Departments zu. Ist die ZPA- Zone dann beschlossen, so wird sie in einem Décret des Präfekten gesetzlich veröffentlicht.

Die in einer ZPA beschlossenen Verkehrseinschränkungen treten nicht am selben Tag in Kraft, an dem sie verkündet werden. Normalerweise werden sie am Nachmittag oder Abend für den nächsten Tag angekündigt. Die Fahrverbote gelten dann in der gesamten ZPA. Für den Fall, dass sich innerhalb der ZPA-Zone eine städtische ZCR-Zone befindet, werden deren Regeln während einer Luftverschmutzungsspitze überschrieben. Erst nach Ende der Luftverschmutzungsspitze gelten innerhalb der ZCR-Zone wieder deren ständige Verkehrseinschränkungen für Vignettenkategorien.

Die ZPAd-Regionale Luftschutzzonen
ZPAd („zone de protection de l’air départementale – ZPAd“) sind Luftschutzzonen, die für ein ganzes Departement gelten. In welchen lokalen Gebieten innerhalb der ZPAd dann aufgrund einer auftretenden Luftverschmutzungsspitze Verkehrseinschränkungen eintreten, kann im Voraus nicht definiert werden. Der jeweilige erstmalige Erlass sieht im Falle einer Luftverschmutzungsspitze konkrete Verkehrseinschränkungen vor, so dass dann erst in einem konkreten, polizeilichen Erlass das Gebiet innerhalb des Departements bestimmt wird, in dem dann konkrete Maßnahmen ergriffen werden. Theoretisch kann sogar ein ganzes Departement von einer konkreten Maßnahme betroffen sein, was aber relativ unwahrscheinlich ist.
In jedem Falle ist der jeweilige Präfekten des Departements verantwortlich, aufgrund der ihm gelieferten Daten des regionalen Luftschutz-Institutes dort dann Fahrverbote zu verordnen, wo es notwendig ist (z.B. in einer oder mehreren Kommunen, auf einer Autobahn oder innerhalb des gesamten Departements). Auch über die Crit’Air Vignetten, die vom Verkehr ausgeschlossen werden müssen, wird in diesen Fällen entschieden.

Hier bestellen Sie eine französische Crit'Air Vignette für französische ZCR/ZPA Umweltzonen in Frankreich
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